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22. Vals

Der Schlüssel ersetzt die Petrusfigur aus einem alten Gemeindesiegel, während die Stiege auf die grundherrlichen Rechte der Belmont hinweist.

Vals ist eine walserdeutsche Sprachinsel im rätoromanischen Val Lumnezia. Die Walser sind Nachkommen von Oberwallisern, die vor rund 700 Jahren einwanderten und die höchsten Täler Graubündens besiedelten. Diese Gegenden waren nicht unbewirtschaftet, wie eingedeutschte romanische Flurnamen wie Selvaalp zu romanisch selva (‘Wald’) bezeugen. Der Grundherrschaft waren Zuzüger durchaus nicht unerwünscht, und dementsprechend erfolgte die Besiedelung im Einvernehmen.
Der Weg talauswärts war bis zum Bau der Strasse 1881 beschwerlich, und so war Vals gegen Süden und Osten zu seinen Walserischen Nachbarn im Safiental und Rheinwald orientiert. Im Gegensatz zu diesen vermochte sich jedoch die Reformation in Vals nicht durchzusetzen, und Vals blieb katholisch.
Im Lawinenwinter 1951 ging in Vals eine zerstörerische Lawine nieder. Im Talgrund waren innert drei Tagen anderthalb Meter Neuschnee gefallen. Am 20. Januar 1951 ging im Malatobel eine Lawine nieder, was zuletzt 1812 der Fall gewesen war. Der Gemeindepräsident ordnete die Evakuierung gefährdeter Häuser an, was aber nicht oder nur teilweise befolgt wurde. Um 21.59 Uhr ging die Alpbühllawine nieder und erfasste den gesamten Dorfteil auf der Westseite des Tals zwischen Glüs und dem Kurhaus bei der Therme. 11 Häuser und 12 Ställe wurden von der Lawine erfasst. Insgesamt wurden 30 Menschen verschüttet, davon starben 19, darunter 14 Kinder. Auch 12 Rinder und 13 Ziegen kamen ums Leben.
Seit 1893 bestanden mit wechselndem Erfolg Hotelbetriebe an der Thermalquelle. Die Therme Vals (früherer Name: Felsentherme) erfüllt die strenge Definition für ein Thermalbad, während die in ähnlichem Gestein liegende Andeerer Quellen nur 18 °C erreichen. Das Wasser tritt mit zirka 30 °C aus dem Boden aus. Jeweils die Hälfte des Wassers wird von der Valser Mineralquellen AG und vom Thermalbad genutzt. Die aktuelle, 1996 neu gebaute Therme des Architekten Peter Zumthor wurde mit rund 60’000 Steinplatten aus Valser Quarzit gebaut, die im nahegelegenen Steinbruch abgebaut werden.

1850 hatte Vals 443 Einwohner und bekam eine Postablage.

 

1850 bis 01.08.1880

wie oben

01.08.1880 bis 1954

wie oben

Vals um 1900

20.11.1913 bis 1920

1920 bis 1939

wie oben

11.10.1939 bis 1965

01.08.1953 bis 1965

wie oben

18.01.1965 bis 05.12.1966

18.01.1965 bis 05.12.1966

wie oben

a-Stempel 05.12.1966 bis 07.10.2017

b-Stempel 05.12.1966 bis 07.10.2017

Werbestempel 25.05.1972 bis 07.10.2017

wie oben

Letzttag (a-Stempel)

Letzttag (b-Stempel)

Letzttag (Werbestempel)

Bis zur Eröffnung der Postagentur am 20.11.2017 findet ein Hausservice statt.
Das heisst, Kunden können in dieser Zeit Postgeschäfte von Montag bis Freitag während dem Zustellgang beim Postboten erledigen.

Postagentur Vals ab 20.11.2017: Poststrasse 44A

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