3. Plaun da Lej
Der Weiler Plaun da Lej gehört politisch zu Sils und liegt am Silsersee auf halber Strecke zwischen Sils und Maloja.
Er erhielt am 01.04.1900 eine Postablage.

Die ehemalige Posthalterin von Plaun da Ley, Rosa Giovanoli, berichtet: «In sieben Jahren hatte ich fünf Kinder. Vier Mädchen und einen Buben. Im ‹Mortaröl› waren wir etwa zehn Jahre lang. Aber immer nur im Winter. Den Sommer über, ab Mai zogen wir auf Grevasalva mit dem Veh, etwa zwölf Stück. Am Anfang verkäseten wir die ganze Milch, später verkauften wir sie. Nochmalerweise kamen wir im Oktober wieder nach Plaun da Lej hinunter. Wegen der Post, die ich hier führte, zuerst im ‹Mortaröl›, dann in unserem Haus. Zu Fuss brachte ich die Zeitungen hoch. Nach Buaira, Blaunca und Grevasalva. Ma Doja! Im ersten Jahr lag bei mir zuhause ein Baby im Bett und das nächste hatte ich schon da inne (zeigt auf ihren Bauch). Ich musste immer pressieren, und Emilio, mein Sohn, weinte jeweils, wenn er hinter mir herlief: Mama, spetscha, Mama, spetscha! (Mama warte!) Etwa fünfzehn Familien lebten hier. In Buaira leben noch heute alles Einheimische, während in Grevasalva und Blaunca fast alles verkauft wurde. Zürcher, Italiener, das isch schaad. Weil nachher kömmed si und befehled alles. Zuerst, wenn sie noch nichts haben, kommen sie auf den Knien und bitten. Aber wenn sie dann haben, was sie wollen: Alles stört! Wenn Kühe herum sind, wenn jemand hinauffährt – sofort rufen sie auf der Gemeinde an. Eine andere Mentalität.
(Auszug aus dem Buch “Zwischen Stall und Hotel” von Daniela Kuhn, mit freundlicher Genehmigung des Limmat Verlags)
KG
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01.04.1900 bis 1911

1911 bis 1925
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wie oben

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1925 bis 1967


08.02.1967 bis 31.05.1980

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